Was wäre wenn… Morning-Songs in Deinem Kopf gar kein Hirnspuk wären?

Nee, keine Sorge, ich bin nicht verrückt geworden und höre jetzt singende Stimmen in meinem Kopf. Was anderes ist am Start, Du kennst es sicher, dieses Phänomen: Du wachst auf und ein Lied spukt in Deinem Kopf umher. Was wäre wenn… dieser Hirnspuk gar keiner wäre?

Wenn man mit Shakespeare im Bett aufwacht
Heute Morgen bin ich mit den Shakespeare Sisters aufgewacht. Die Mädels hatten es sich mitten in meinem Gehirn breit gemacht mit ihrem Song „Hello, turn your radio on“. Da hab ich mich diesmal gefragt, ob ich vielleicht was verpasst hab und mehr dahinter steckt, als Synapsengewitter. Als ob da im Irgendwo irgendjemand säße, aus dessen Sicht gerade ein Wink mit dem Zaunpfahl in meine Richtung passiert. Meine Wenigkeit aber vor lauter Bäumen den Wald nicht sieht. Kann ja passieren, so was.

Ich hab mich also mal dran gemacht den Text zu googeln. Hallo?! Mach Dein Radio an. Das Radio ist in diesem Fall Deine Wahrnehmung, Deine hellwache Intuition und Dein begnadeter Geist.

Hirnspuk Lieder im Kopf

Da rennt sie betrunken durch die Straßen, so spät dran, dass bereits der Zeitungsjunge unterwegs ist und die neuesten Schlagzeilen durch die Gassen brüllt. Sie fühlt sich beschissen und ich glaube, eigentlich hätte der Alkohol das Gegenteil bewirken sollen. Wieso fühlt sie sich so niedergeschlagen, wenn doch überall gesagt, getwittert, geschrieben und gepostet wird, dass wir uns gut fühlen können, sollen, wollen und müssen. Da ruft sie am nächsten Morgen nach Hilfe, hinaus in die Welt. Ist da irgendjemand, der sie versteht und ihr helfen kann, ihr eigenes Lied zu singen? Das Lied, das ihr eigenes und selbstbestimmtes Leben ist, das nur ihr gehört und sie glücklich macht. Das Leben ist so verdammt seltsam. Gerade wenn Du glaubst, dass Du es kapiert und im Griff hast, rinnt es Dir durch die Finger und entgleitet. Wieder beginnst Du von vorne, bis Du an den Punkt kommst, in der Deine eigenen Wunden bedeutungslos werden und die der anderen erst recht. Du hast keine Ahnung wer Du eigentlich bist und musst mit Deinen Freunden zusammen sein, um überhaupt noch ein Gefühl zu spüren. Nun bekommst Du Honig serviert und fragst die anderen, ob er wirklich süß schmeckt, wenn Du ihn isst. Und ob man ihn mit den Händen oder besser mit den Füßen probiert? Hört eigentlich irgendjemand wirklich zu, wenn Du etwas sagst? Oder kann es sein, dass Du nächste Woche alles noch einmal erzählen musst?

Wow, das Mädel ist verzweifelt. Ich bin mir ziemlich sicher, dass sie nicht alleine ist mit diesem Verlorensein, das sich unweigerlich einstellt, wenn Menschen nicht begreifen können, wer sie sind und was sie hier auf diesem Erdball überhaupt sollen. Mir ging es zumindest so, damals, als ich noch schlief während ich mühselig das tat, was ich als leben bezeichnete.

An jeder Ecke hängt ein Wegweiser für ein phantastisches Leben
Manchmal singt das Unterbewusstsein die Lieder, die wir brauchen, direkt nach dem Wachwerden, um wach zu werden. Nicht um den Tag zu beginnen, sondern die Suche nach uns Selbst. Ganz tief in unserem Kern steckt die Antwort auf alle Fragen. In einer Welt, in der Du für beinahe jeden Deiner Schritte und Entscheidungen eine vermeintliche Hilfestellung von Menschen bekommst, die es vermeintlich besser wissen wie es geht, ist für diese Wahrheit vielleicht noch wenig Platz.

Die Verantwortung für die eigene Wahrheit, die eigene Bestimmung, den eigenen Weg zu übernehmen macht Angst. Wo die Angst wohnt, ist der Mut der Nachbar und die Liebe wohnt zwischen den beiden. Und wenn der erste Schritt der ist, die Lieder im Kopf am Morgen als sanfte Wegweiser zu nutzen, dann machen wir das doch einfach.

Es tut nicht weh, versprochen. Ich sitze gesund und munter vor meinem Laptop und beginne jetzt den Tag. Vielleicht lese ich heute Abend Shakespeare vor dem Zubettgehen.

Lass krachen 😉

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